Stadtgeschichte
Heutige Entwicklung
Die 2.000 Soldaten des dänischen Königinnen-Leibregimentes, seine Offiziere, die Beamten der Behörden und die staatlichen Aufträge für den Unterhalt der Garnison, der Militärbauten und Festungsanlagen waren die Existenzgrundlage der Einwohner, die ab 1700 vor allem ihren Unterhalt als "Herbergierer", Diener, kleine Handwerker, Höker und Krämer oder als Fähr- und Prahmschiffer verdienten. Impulse für eine weitere Entwicklung gab es nicht. Im Gegenteil: der strategische Wert der Festung war im Laufe des 18. Jahrhunderts fragwürdig geworden.
1893 nahm eine neue, von hiesigen Bürgern gegründete Gesellschaft Besitz von der ehemaligen Admiralität: die Glückstädter Heringsfischerei, die bis 1976 Logger auf Heringsfang in die Nordsee schickte. Der von ihnen im Mai/Juni gefangene jungfräuliche Hering, der Matjes, begründete die heute noch bestehende Glückstädter Matjestradition. Die seit 1968 stattfindenden Glückstädter Matjeswochen beginnen in jedem Jahr am dritten Donnerstag im Juni. Der Wal- und der Heringsfang sind Vergangenheit.